Re: Arthur Murray-Pro-Am-Turniere
Autor: DanceS (80.109.54.---)
Datum: 15. Dezember 2011 01:15
"jurist" hat völlig recht, es gibt bereits etliche Beispiele aus anderen Sportbereichen, in denen klar festgestellt wurde, dass man keinen Sportler daran hindern darf, an einem Wettbewerb teilzunehmen, nur weil dieses Event nicht vom eigenen Verband durchgeführt wird. Ein wesentlicher Unterschied zum Tanzsport besteht aber in der Art der Ergebnisermittlung. Der ÖTSV kann zB offiziell auf Sanktionen verzichten, aber viele der Funktionäre sind auch Wertungsrichter - eine "inoffizielle" Bestrafung von teilnehmenden Paaren wäre also möglich. Gleiches gilt für Wertungsrichter oder Funktionäre, die der Verband dann einfach nicht mehr einsetzt - offiziell hätte das natürlich mit dem unregistrierten Turnier nichts zu tun...
Abgesehen von allen rechtlichen Belangen richtet der ÖTSV mit seinen Verboten und Sanktionen einiges an Schaden an. Für viele Aktive sind solche Handlungen ein Zeichen von Einschränkung und Bevormundung - Dinge, die kaum jemand mag und auch kaum motivieren dürften, den Sport lange auszuüben und/oder sich später als Funktionär zu engagieren. Obendrein muss der ÖTSV keine Sanktionen verhängen, die WDSF sagt lediglich, dass gegen Teilnehmer Schritte eingeleitet werden KÖNNEN ("The WDSF Presidium MAY take action"). Für den ÖTSV besteht dazu keine Verpflichtung, das absolute Teilnahmeverbot wie auf der ÖTSV Seite beschrieben dürfte demnach eine freiwillige Entscheidung des Präsidiums sein. Warum man so sehr versucht, den Pro-Am Bereich niederzumachen, weiss wohl nur das Präsidium selbst.