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sinkende Paarzahlen
Autor: bert (---.dialin.tuwien.ac.at)
Datum: 05. Juli 2004 12:35

Hallo Leute!

Angeregt durch den Thread "3-Klub-Regelung", in dem das Thema der wenigen Paare immer wieder zur Sprache kommt, möchte ich hier mal folgendes zur Diskussion stellen:

Der ÖTSV gibt jährlich, anlässlich seiner HV, einen Jahresbericht über das abgelaufene Sportjahr heraus, in dem auch allerhand mehr oder weniger aussagekräftige Statistiken mit Garfiken, etc., enthalten sind. Das wissen, glaube ich, nur wenige (ausser eben Funktionäre, die zur HV gehen).

Da gibt es auch immer eine Grafik über die Entwicklung der Anzahl der aktiven Paare der letzten Jahre. Leider sind in einem Jahresbericht nur die Zahlen der 5 letzten Jahre drinnen, sodass ein langjähriger Vergleich unmöglich ist. Ich habe mir nun einmal den Spaß gemacht, und einen älteren Jahresbericht mit dem aktuellen verglichen, wobei man folgende Zahlen sieht, die ich Euch allen (auch den Funktionären, die hier mitlesen) nicht vorenthalten möchte, weil sie bestimmt zu einer tatsachenorientierten Diskussion beitragen:

Anzahl der aktiven Paare zum Stichtag 31.12. des jeweiligen Jahres:

Allg. Klasse Sta (Summe D-S):
1996: 256
1997: 210
1998: 208
1999: 204
2000: 179
2001: 176
2002: 155
2003: 138

in der Allg. Klasse La sieht es nicht viel besser aus:
1996: 249
1997: 204
1998: 227
1999: 230
2000: 214
2001: 196
2002: 186
2003: 171

Das bedeutet bedeutet beispielsweise in Sta, dass sich in nicht einmal 10 Jahren (nämlich sieben Jahren) die Anzahl der Paare fast halbiert hat (wenn die weitere Entwicklung diesem Trend folgt, werden es nächstes Jahr bestimmt wirklich nur mehr die hälfte sein)!!!

Ich stelle diese Zahlen auch deshalb hier vor, weil, glaube ich, den meisten, auch den Funktionären, diese Zahlen nicht bekannt sind, oder sie sich noch nicht darüber voll bewusst sind, wie schlimm die Situation bereits ist. Wer diese Zahlen kennt, der wundert sich nicht mehr, dass Klassen sogar bei LMs abgesagt werden müssen - man wundert sich eher, dass Turniere überhaupt noch zustande kommen!

Der ÖTSV hat wohl gemerkt, dass die Paarzahlen schrumpfen, doch meine ich, dass auch ihm die Tragweite der momentanen Entwicklung nicht voll bewusst ist, wenn ich im Vorwort einer TanzSport-Info (Nov. 2003) lesen muss, dass sich die Anzahl der Paare _derzeit_ (!) nicht _gut_ (!) entwickle (!).

Man darf jetzt auf keinen Fall die ganze Schuld einfach dem ÖTSV in die Schuhe schieben, zumal dieser offensichtlich mit Aktionen wie dem Kurier-Talente-Wettbewerb oder den Breitensportklassen, etc... wirklich versucht, die Situation zu verbessern. Es stellt sich ja auch die Frage, inwieweit sich die allg. Entwicklung im Freizeitverhalten der Österreicher geändert hat, und wie die Trends der Paarentwicklung im internationalen Tanzsport aussehen - andere (insbes. mitteleuropäische) Länder haben tw. ähnlich Probleme. Trotzdem glaube ich, dass hier noch wesentlich mehr gemacht gehört, ja sogar, dass diese Problematik oberste Priorität bekommen sollte!

Die Tragweite dieser sehr niedrigen Paarzahlen steckt nämlich IMHO in folgendem Teufelskreis:
Sinkt die Paarzahl, so bedeutet dass eine massive Verschlechterung der TanzSport-Szene in Österreich in jeder Hinsicht: weniger Clubs können überleben, weniger Paare auf Turnieren, weniger Geld da, weniger Trainer (insbes. auch ausländische) die nicht mehr ausgelastet werden können, weniger Tanzsport-Zubehörgeschäfte, weniger ehrenamtlich Funktionäre (Eltern...), weniger Spitzensportnachwuchs,... die Liste ließe sich endlos fortsetzen.
So, und nun ist es doch ungemein schwieriger, neue, junge Leute für den TanzSport zu begeistern, wenn die Situation in Österreich so triste ist, denn wer stellt sich denn heute noch gerne 4-5x die Woche in einen verstaubten Trainingssaal, um dann irgendwelche Pimperlturniere (die sich LMs nennen) mit 3 Zuschauern und zu wenig Paaren (nicht) zu tanzen? Wer möchte denn eine Sportart betreiben, die (in Ö) am aussterben ist? => Weiteres Sinken der Paarzahl => usw...

Ich möchte hier nicht nur jammern (obwohl das wirklich gerechtfertigt wäre) und auch niemanden dafür verantwortlich machen - Ich habe diese (ohnehin nicht geheimen) Zahlen nur deshalb hier veröffentlicht, damit alle wissen, wie es wirklich ausschaut, und damit wir gemeinsam alles daran setzen, die Paarzahlen wieder aufzubauen. Mehr Paare sind nicht die Lösung für alle Probleme des österreichischen Tanzsports - bestimmt aber (momentan) für die meisten, denn was nützen mir HV-Beschlüsse, ein tolle Turnierordnung, etc..., wenn niemand da ist, der auch auf den Turnieren tanzt? Es ist wie ein König ohne Untertanen...

Was ist Eure Meinung dazu?

LG,
bert.


RE: sinkende Paarzahlen
Autor: Oliver R. (---.7.12.vie.surfer.at)
Datum: 05. Juli 2004 13:13

ein sehr, sehr gutes statement, ...
leider hab ich im moment net soviel zeit, schreib aber dann später was dazu

*winkt*

olli

RE: sinkende Paarzahlen
Autor: ..... (---.117.11.vie.surfer.at)
Datum: 06. Juli 2004 15:20

für mich liegt der grund für sinkende paarzahlen auf der hand.
nämlich das sich immer mehr entwickelnde tanzschulsystem!!!!!!!!!
tanzschulen entwickeln immer mehr varianten um ihre schüler an die tanzschule zu binden. kaum noch ein goldstartänzer der sich für einen tanzsportclub interessiert!!!! einerseits weiles ihnen von unseren allseits beliebten tanzlehrern ausgeredet wird, andererseits weil information über mögliche tanzausbildung unterschlagen wird. stattdessen ködert man tanzschüler mit 327 unterschiedlichen, gleichermaßen sinnlosen diamant, hobby oder was weiß ich was für kursen. ergo verbleiben tanzschüler genau diese wichtigen 3-5 jahren in der tanzschule. und mit knappen 25 jahren ( einige stehen schon im beruf) fängt halt niemand mehr mit turniertanz an.
die absolute krönung hat zum beispiel die tanzschule rueff für sich verbucht. die haben nämlich in ihrem absoluten größenwahn eine startbuchformation aufgestellt, um sich in der folge zu blamieren, und dann allen ernstes, paare zu sperren (6 monate), die in einem tanzsportclub angefangen haben!!!! ps einer von den damals gesperrten ist übrigens mitlerweile in der S.
also wen wundert es wirklich dass wir keine paara mehr haben. die schuld trägt in erster linie sicher nicht der ÖTSV. man muß sich halt überlegen wie man den tanzschulen parole bieten kann. denn zusammenarbeiten wäre zwar schön, funktioniert aber in den meisten fällen einfach nicht.....

RE: sinkende Paarzahlen
Autor: ???? (---.hl-ag.com)
Datum: 06. Juli 2004 16:53

Guter Ansatz!
Ich würde auch dem ÖTSV nicht die alleinige Schuld geben!

ABER:

Ich denke, es muß doch möglich sein mit den Tanzschulen einen gemeinsamen Nenner zu finden! Keiner will dem Anderen was wegnehmen und alle wollen die Kultur des Tanzens und den Sport.

Es kann doch nicht so schwer sein für die Tanzschulen, dass sie die Clubs leben lassen! Die Profis sollten einfach die wirklich begabten selbst zum Sport bringen und das sind sowieso nicht viele.

Und natürlich sollte jeder Club überall eine bestimmte Anzahl von Schulen betreuen, die er jährlich 2x aufsucht und denen er Tanz - Sport näherbringt.

Basisarbeit denke ich wäre das Ziel damit der Nachwuchs wieder mehr wird!

RE: sinkende Paarzahlen
Autor: Amelia Earhart (---.wu-wien.ac.at)
Datum: 06. Juli 2004 19:20

Das Problem liegt in der Überregulierung begraben.

Das ganze Tanzschulsystem mit seiner "Ausbildung" (mehere Jahre DJ, Kofferträger und Mädchen für alles als "Assistent") dient nur dazu, einen kompletten Sektor und die darin tätigen Personen zu schützen. Selbiges gilt auch für die anderen Regelungen, wie z.B. das Amateure (wie auch Profis, die keinen Trainerschein haben) keine Stunden geben dürfen, was in erster Linie in Österreich so streng ausgelegt wird, ausgebildete Trainer keine Tanzkurse etc. verstärkt wird die Problematik dadurch, dass das ganze ja historisch gewachsen ist und das - in der Vergangenheit - sehr viele Funktionäre des ÖTSV Doppelfunktionen als Tanzschulbesitzer und ÖTSV Mitarbeiter hatten (Demel, Polai etc.). Bei etwaigen Gerichtsprozessen haben die Tanzschulbesitzer sicher einen längeren Atem.

Den tanzsport als armes Opfer zu sehen ist aber auch nicht zulässig. Selbst wenn einige es nicht wahr haben wollen: Politisches Gerangel und fehlende Perspektiven, etwas Neues lernen zu können (mangels ausreichender und ausreichend qualifizierter Trainer) lassen viele Paare aufhören in den oberen Klassen.

Dabei meine ich nicht das leidige Thema politisches Werten. Viel mehr geht es um Dinge, die sich zum Beispiel in Statements eines bekannten österr. Standardtrainer äußern, der meint "wennst was in Österreich erreichen willst, musst zu Schwarz-Weiss, Forum oder Imperial gehen" (bitte?), wenn eine Trainerin eines Wiener Tanzsportklubs über Jahre den Zugang vom eigenen Klub organisierten ausländischen Trainer für Nichtmitglieder sperrt (selbst auf die Gefahr hin, dass der Trainer dann nicht ausgelastet ist), wenn die österr. Trainer an der Preisspirale drehen (schon mal die Preisentwicklung in den letzten Jahren betrachtet? Viele kommen ausländischen Spitzentrainern immer näher und wennst Spesen für Flüge, Hotel etc. wegrechnest sind viele schon gar arg dran an ausländischen Preisen), wenn viele Trainer damit Probleme haben, wenn man mal auch woanders Stunden nimmt oder prinzipiell Paare nicht loslassen will, selbst wenn man weiss dass andere Trainer mit dem Paar mehr anfangen könnten (da empfiehlt man dem Paar lieber aufzuhören) etc. etc. - ja dann sieht man die Eigenbrödlerei und Egoismus vieler Vereine und Akteure, die nur ihren kurzfristigen Erfolg vor Augen haben und sich dann wundern, dass langfristig die Sache trist aussieht.

RE: sinkende Paarzahlen
Autor: Amelia Earhart (---.wu-wien.ac.at)
Datum: 06. Juli 2004 19:29

eines hab ich noch vergessen: wir Paare sind an der Situation auch mit schuld - weil wir das ganze mitmachen, weil wir uns kaum gegen die uns bewußten Ungerchtigkeiten und Blödheiten ankämpfen, weil wir im Kampf um Anerkennung und Preise und Pokale alle oft darauf vergessen, einfach ein angenehmes Klima auf Turnieren entstehen zu lassen und uns eher freuen, unsere "Gegner" zu zerstören oder zerstört zu sehen. Letztlich ist das System so, weil wir es so haben wollen und - damit wir unseren eigenen Vorteil maximieren können - uns dem ganzen auch noch anbiedern.

RE: sinkende Paarzahlen
Autor: Oliver R. (---.7.12.vie.surfer.at)
Datum: 07. Juli 2004 09:56

@ ????

Tja, das aber leider nicht so
Die Turniertanzsportclubs nehmen den Tanzschulen streng genommen sehr wohl was weg... die Paare nämlich, die werden nämlich nicht mehr in die Tanschule kommen, wenn sie mal in eine Tanzsportclub sind... wozu auch, das ja dann verlorene Zeit für die.... ergo die Tanschulen verlieren Geld... so sehen sie sich also gezwungen alle möglichen Ultrastar und Megaggold Kurse anzubieten...

Und solange die Tanzschulen mit den Turnierclubs streiten, wird es keine Annäherung geben, wozu auch, denen gehts ja gut....

@ .....
Ja, an dieses Trauerspiel kann ich mich auch erinnern.... noch dazu sind die sogar unter unserem Namen gestartet am Anfang, dann haben die nen ATK gegründet und jetzt schicken sie angeblich Paare sogar bewußt nicht mehr zu Forum sondern zu anderen Clubs
Wurzelt aber wieder in der Streiterei Tanzschule <-> Tanzclubs

RE: sinkende Paarzahlen
Autor: bert (---.dialin.tuwien.ac.at)
Datum: 07. Juli 2004 10:38

Hallo Leute!

@ Amelia:
Ich finde, Du hast einige ganz gute Argumente gebracht und einiges, worüber man diskutieren muss. Deine Meinung, was die Mitschuld der aktiven Paare betrifft, kann ich allerdings überhaupt nicht teilen! Ich halte es für eine ziemlich dreiste Unterstellung, dass die Paare selbst das alles so wollen. Hier bist Du meiner Meinung nach am Holzweg, denn:

1) Man kann es keinem Paar verübeln, zu versuchen, mit allen (natürlich sportlich fairen) Mitteln, für sich den maximalen Erfolg herauszuholen. Im Sport - und in dieser Hinsicht unterscheidet sich TanzSport nicht von anderen Sportarten - gibt es eben Sieger und Verlierer. Wer damit nicht klar kommt, der ist hier fehl am Platz.

2) Tanzen ist nun einmal ein Wertungssport, und deshalb kann man es von aktiven Paaren nicht erwarten, dass sie hier groß gegen das ÖTSV-Präsidium, Trainer, Tanzschulen oder wen auch immer mobil machen. Das ist auch nicht ihre Aufgabe, sondern die Aufgabe der Nicht-Aktiven (Funktionäre, Trainer, Eltern,...). Wir Aktive müssen uns bereits jetzt viel zu viel mit Papierkram, Poltik, Turnierordnung,... auseinandersetzten, anstatt dass wir alle Zeit und alle Energie ins Tanzen stecken können!

Also: Die aktiven Paare sind IMHO ganz sicher nicht Schuld an negativen Entwicklungen im TanzSport oder gar am Paarschwund - Im Gegenteil: Durch ihr unermüdliches Training und ihre Teilnahme an Turnieren, trotz all der Hindernisse, die ihnen in den Weg geworfen werden, zeigen sie einen Idealismus und ein Engagement, ohne das der TanzSport noch ärmer da stehen würde.

Noch ein Wort zu den Tanzschulen: Ich finde es auch sehr traurig, dass eine Zusammenarbeit zwischen VTÖ und ÖTSV offenbar unmöglich ist. Ich könnte mir nämlich Vorstellen, dass es auch für die Tanzschulen gewinnbringend ablaufen könnte, z.B. in Form von Werbung: Beispielsweise könnte ein ehemaliges Paar aus der Tanzschule, das im TanzSport erfolgreich ist, bei diversen Tanzschulveranstaltungen (z.B. Tanzschulball) auftreten, und die Tanzschule hätte die beste Werbung, wenn sie sagt, dass dieses Paar einmal "bei uns angefangen hat"...

Allerdings kann man den Tanzschulen IMHO nicht vorwerfen, dass sie mit allen Mitteln versuchen, ihre Schüler an sich zu binden: Tanzschulen sind eben kein gemeinnütziger Verein, sondern ein wirtschaftendes Unternehmen, das, wie eben alle marktwirtschaftlich arbeitenden Betriebe, mehr oder weniger nach Profitmaximierung ausgerichtet ist.
Meiner Meinung nach wäre die einzige Möglichkeit, mit den gleichen Waffen zu kämpfen: Professionelles Auftreten, professionelles Marketing, Kundenprägung, Image-Arbeit,...
Habt ihr Euch schon mal z.B. die Dance4Fans-Contests (Video-Clip-Dancing) der Tanzschulen angesehen? Das sind ja auch in einer gewissen Form Tanzturniere, aber: Da ist super Stimmung, die Bude ist gerammelt voll mit (jungen!) Zuschauern, die haben riesige Sponsoren (z.B. Nivea),...
Oder: Wer von Euch war beim WorldMasters der Lateinamerikanischen Tänze in Graz (letzten Herbst)? Das war ja auch "nur" ein Tanzturnier, aber: Die neue Stadthalle in Graz (sehr groß!) war bis zum letzten Platz ausverkauft, obwohl die Karten schweineteuer waren. Warum? Weil Hr. Kartnig mit seiner Werbeagentur das ganze höchst professionell aufgezogen hat.
Das Austrian-Open hingegen - sicher das Highlight im österreichischen TanzSportkalender - schreibt angeblich rote Zahlen. Wie ist das bei Events wie den Weltmeisterschaften möglich?

Noch ein Beispiel: Seit Jahren gibt es in der Musikszene eine echte Latino-Welle: Lateinamerikanische Musik ist so in wie nie zuvor. Die meisten wissen diese Entwicklung für sich zu nutzen: Tanzschulen mit Spezialkursen, Discos und Clubbingszene mit Themenabenden (z.B. La Noche del Baile), selbsternannte Tanz-Gurus, das Kino (Dirty Dancing 2) usw... Nur in der österreichischen TanzSport-Szene schaut es düster aus: Obwohl wir eigentlich sehr kompetent im Vermitteln von richtigem, lateinamerikanischem Tanzen sind, gehen in der Zeit, wo alle auf der Latino-Welle mitschwimmen, die Paarzahlen in La zurück - Fazit: Entwicklung verschlafen.

Ich glaube, dass hier noch sehr viel (Marketing-)Arbeit zu leisten ist, aber sie wäre bestimmt lohnend, denn wie ich eben versucht habe darzulegen, steckt hier noch ein enormes Potential, ja, ein ungehobener Schatz...

LG,
bert.

RE: sinkende Paarzahlen
Autor: Oliver R. (---.7.12.vie.surfer.at)
Datum: 07. Juli 2004 19:07

@ amelia
irgendwie erinnert mich dein statement an die spieltheorie bzw. das gefangenendilemma... für die leute, die nicht wissen, was das ist, hier könnt ihr nachlesen
[www.cogsci.uni-osnabrueck.de]

jedenfalls haben wir aber leider offensichtlich das nash equilibrium noch nicht erreicht :-(...

RE: sinkende Paarzahlen
Autor: Birgit (---.tirol.surfer.at)
Datum: 07. Juli 2004 21:57

Hallo!
Nur zum Trost an alle:
Es geht in Bayern auch nicht besser als bei uns. Dort mussten sowohl am 3.7. als auch am 10. und 11. 7 drei Turniere, die vor allem für Nachwuchspaare gedacht waren, wegen MANGELNDER TEILNEHMERZAHL abgesagt, werden, obwohl in mehreren Klassen auch österreichische Paare gemeldet gewesen waren.
LG
Birgit

RE: sinkende Paarzahlen
Autor: Andrzej (---.118.11.vie.surfer.at)
Datum: 10. Juli 2004 09:02

Viele o.g. Analysen sind sehr treffend (vide Tanzschulen machen alles, um Tanzpaare nicht an Sportklubs zu verlieren, = eigene Erfahrung). Das Problem der sinkenden Paazahlen wurden breit ausgelistet, die Vorschläge für Problemlösung daher weniger. Damit die aktuelle Situation verbessert wird, muss man verschiedenes in die Wege leiten oder mind. versuchen. Das Argument "das haben wir vor Jahren schon probiert" ist nicht konstruktiv und wird daher keine Änderung mit sich bringen. Man muss nochmals versuchen, vielleicht BESSER!
Ich kenne sehr viele Paare, die mit dem Tanzsport in letzter Zeit aufgehört hatten. Offensichtlich hatten sie unüberwindbare Probleme (tatsächlich oder imaginär, ist egal). Dabei war ich ziemlich überrascht, wie leicht man in ihren Klubs diese Entscheidung akzeptierte (Trainers, Kollegen). Auch hier muss etwas geschehen.
Zum Schlus ein anderes ewiges Thema: Nachwuchs. Oft bewundert man neidisch die Situation in Russland, wo sehr viele Kinder in Schulen tanzen lernen. Warum ist das in Österreich unmöglich? Man darf es nicht resignierend annehmen, dass hierzulande nichts zu ändern ist!


RE: sinkende Paarzahlen
Autor: Ex (---.r25-dbg1.vie.at.eu.net)
Datum: 20. Juli 2004 03:19

Sensationell! Endlich mal eine Diskussion, bei der viel Wahres geschrieben wird. Amelia sprich Einem aus dem Herzen. Auch für mich waren diese ewigen Kleinkrämereien und Spaßtöter mit ein Grund aufzuhören und seit Jahren nie wieder ein Turnier anzusehen.
Aber vielleicht kann doch wieder der Kontakt zum ORF forciert werden (der KHD ist ja in Pension) oder bei den Turnieren einfach mal eine extra Wertungsklasse für Tango Argentino oder Salsa eingestreut werden. Gäbe sicher mehr Publikum und Crossover Effekte.

RE: sinkende Paarzahlen
Autor: ich (62.218.42.---)
Datum: 27. Juli 2004 16:17

Hi!
Ich kenne einige Funktionäre, die alle darübner jammern, dass die Paare alle abhauen, dass keine nachkommen etc. ABER: DAGEGEN UNTERNEHMEN TUT KEIN EINZIGER ETWAS!
tag der offenen tür, schnuppernachmittag sind nur 2 von sicher vielen möglichkeiten hier mehr potential zu bekommen.
Zu Tanzschulen: der VTÖ veranstaltete vor kurzem eine Salsa ÖM (wegen dirty dancing2); warum geht hier der ötsv nicht mal auf den vtoe zu, und sagt zb.: wir füphren diese meisterschaften durch, aber inm nur einer KLasse, in der beide verbände paare schiken sollen. Es gibt einege klubs in ö. die seid Jahren ERFOLGREICH MIT TANZSCHULEN ZUSAMMENARBEITEN!

oder man weitet das go4dance auf ganz ö aus, und integriert hier den vtoe, als mitveranstalter (ein turnier ein tanzsportklub, eines eine tanzschule, eines dann einer von den klubs wo die zusammenarbeit schon funktioniert).

Und der Nachwuchs: vor 4 Jaren: kahmen bei schülern (ehem. Sch I) sogar B Klassen in latein u. Standard zustande---- heute muss die ÖM offen ausgeschrieben werden, damit die Latein Schüler paare tanzen können----- wieso kommen keine paare mehr nach.?

RE: sinkende Paarzahlen
Autor: thomthewatcher (---.wu-wien.ac.at)
Datum: 28. Juli 2004 10:33

Da geb ich dir durchaus Recht! Trotzdem ist deine Rechtschreibung ziemlich sch...!

RE: sinkende Paarzahlen
Autor: Guardian (---.adsl.inode.at)
Datum: 28. Juli 2004 15:20

Genau!

Lern schreiben du Ei!

RE: sinkende Paarzahlen
Autor: donald (---.liwest.at)
Datum: 30. Juli 2004 23:09

es gibt beiträge in diesem forum, auf die die meisten von uns verzichten können.
die letzten zwei gehören dazu

d

RE: sinkende Paarzahlen
Autor: Oliver R. (---.7.12.vie.surfer.at)
Datum: 31. Juli 2004 08:36

@ Donald
Wenn man das von deiner Warte sieht, dann gehört deiner auch dazu... zu diesen Beiträgen, auf die wir alle verzichten könnten

Ich seh das aber nicht so, jeder hat seine Meinung, du genauso, wie thomthewatcher oder guardian.... diese Meinung kann er/sie hier gerne kundtun... und wir haben das hier schon mal lang und breit diskutiert, gewisse orthographische und grammatikalische Grundkenntnisse sollten einfach beachtet werden, sonst sind manche Beiträge einfach wertlos....Sogesehen haben die beiden nicht ganz unrecht, wenn sie kritsieren

An dieser Stelle nochmals
@ ich
Beim nächsten Mal 1 Minute Zeit nehmen, durchlesen und die gröbsten Fehler ausbessern...

*winkt*

Olli

RE: sinkende Paarzahlen
Autor: TschiBi (---.EDVZ.Uni-Linz.AC.AT)
Datum: 01. August 2004 11:10

Klar waren einige Fehler in ich's Beitrag drinnen, aber ich fand ihn weder unleserlich noch schwer leserlich. Da hat es in diesem Forum schon viel schlimmere Einträge gegeben.

Deshalb halte ich es für übertrieben, ihn/sie gleich mit dem Namen eines Tierprodukts zu bezeichnen...

RE: sinkende Paarzahlen
Autor: Oliver R. (---.7.12.vie.surfer.at)
Datum: 01. August 2004 14:15

LOL
"mit dem Namen eines Tierproduktes"
der war gut

:-)

RE: sinkende Paarzahlen
Autor: Odin1 (---.adsl.highway.telekom.at)
Datum: 03. Oktober 2004 21:39

Also wieder zurück zum Thema. Die sinkenden Paarzahlen bekämpft man nicht durch Kooperation mit den Tanzschulen, sondern durch Konkurrenz, Eigeninitiative ( das geht uns alle an ) und Darstellung des Erlernten bei Turnieren oder auch Socialdance-Veranstaltungen. Keine Tanzschule wird ein Paar = zahlende Kunden, aufgeben wollen. Man muß den Paaren begreiflich machen wo der Unterschied liegt. Von den Tanzschulen werden Sie`s nicht hören. Werbung muß jeder einzelne betreiben und wenns den Tanzsportverband schon gibt - von dem besonders. Nix tun und warten daß es besser wird, arbeitet nur den Tanzschulen zu. Breitenwirkung bekommt man durch die Medien und momentan sind ja sowieso die Älteren die Zielgruppe der Zukunft. Also warum sollte man Fitness nicht mit Tanzsport verbinden. Außerdem wärs doch auch grundgescheit
schon in den Schulen für den Turniertanzsport zu werben, dann kommen die Kinder gar nicht in die Tanzschulen und wir hätten kein Problem mit dem Nachwuchs. In den Schulen kann man mit dem Sport und der damit verbundenen guten Haltung werben - also wenn das nicht ankommt, dann weiß ich nicht. Eingebunden gehört der Stadtschulrat und meinetwegen auch das Rathaus, bzw. die Landesschulbehörden und die Landesregierungen. Wenn der Häupl in Wien schon für irgendwelche Krotenlacken Werbung macht, warum net auch für die Gesundheit der Kinder durch den Tanzsport. Von mir aus kann auch der Pröll oder der Haider sich auf die Art profilieren, aber anreden sollt man die Leut halt einmal. Tanzsportklubs sind als Vereine nicht gewinnorientiert, also kann man Ihnen auch keine finanziellen Interessen unterjubeln, was das Leben für den jeweilig Protegierenden wieder leichter macht.
Die Idee das go4dance auf ganz Österreich auszuweiten, finde ich hervorragend. Die Ausführung eher weniger, wenn ich mir den 1. Bewerb dieses Herbstes ansehe. Man muß sich nicht wundern daß keiner kommt, wenn keine Werbung gemacht wird. Werbung gehört auch sichtbar aufgehängt, damit möglichst viele davon wissen. Man muß halt auch mit den Geschäftsleuten reden, die lassen einem sicher auch den einen oder anderen Zettel aufhängen- das hängt wieder mit der Einzelinitiative bzw. der Initiativen der Klubs zusammen. Ich würd bei der Werbung auch gezielt Leute ansprechen die in den Superhobbykursen der Tanzschulen sind. Erstens sehen diese Kursabsolventen dann wieweit sie mit dem in den Tanzschulen vermittelten Können kommen, zweitens sind damit Paare zu gewinnen und drittens sehen diese Leute, wenn das Breitensportturnier in einem normalen Bewertungsturnier eingebettet ist, wie Tanzen wirklich aussehen kann. Breitensportturniere gehören beworben und daraufhingewiesen, daß die Teilnahme ohne Klubmitgliedschaft möglich ist.

Nur gemeinsam können wir etwas verändern!

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