Menü
Tanzsport 

Gehe zum Thema: vorigesnächstes
Navigation: Themen-ÜbersichtNeues ThemaSucheAnmelden
Aufbauarbeit des ÖTSV
Autor: Heinrich (81.217.6.---)
Datum: 15. August 2011 10:57

Da ich diesen Beitrag im falschen Thread gepostet habe,stelle ich ihn nun doch als eigenes Topic in den Raum.

Ausgehend von den vielen Trennungen in allen Alters- und Startklassen und dem von einem Mitschreiber in den Raum gestellten Vorwurf der ÖTSV würde ausländische Paare "austrifizieren" postete ich Folgendes:

Was das "Einkaufen" ausländischer Paare angeht sehe ich es auch mit gemischten Gefühlen.

Ehrliche Aufbauarbeit bei der Jugend im eigenen Land wäre meiner Ansicht nach die bessere Lösung, aber hier wird halbherzig ein Nachwuchskadersystem betrieben, das von Anfang an nicht klar definiert war in folgenden Punkten:

1.) Welche Kriterien muss man erfüllen um hineinzukommen. Die Ausschreibung war an D und C-Paare gerichtet, die Salzburger Paare (Juniorenklasse) waren damals aber bereits in der B. Waren dann aber irgendwie AUCH drin. Andere B- Paare (Junioren) waren aber irgendwie NICHT drin...

2.) Was sind die Verpflichtungen der Paare gegenüber dem Verband und umgekehrt. Von einigen Paaren wurden penible Trainingspläne geliefert (was ja auch gefordert war) von anderen gar keine. Konsequenzen gab es keine. Die Anwesenheit bei Kaderlehrgängen war ausnahmslos verpflichtend ( bei Krankheit: Attest), es gab vor allem aus dem Salzburger Raum Paare die wegen Showauftritten später kamen und früher fuhren, oder gar nicht erschienen wenn das Training in der Steiermark stattfand.... Konsequenzen gab es KEINE.

3.) Die Altersgrenze war mit der allgemeinen Klasse gesetzt, schlußendlich waren aber Sportler knapp unter und auch über 30 Jahren im Nachwuchskader (!). Das soll deren Leistungen keinesfalls schmälern, aber wenn das Ziel sein soll, international erfolgreiche Paare der Hauptklasse aufzubauen wird man mit Sportlern und Sportlerinnen die bald Senioren tanzen können die falsche Zielgruppe ausgesucht haben.

4.) Der an sich humane und kindgerechte Gedanke, Paare nach Splittings einzeln im Kader zu belassen war auf einen VIEL zu langen Zeitraum ausgedehnt. Einige Monate wären absolut produktiv und ok gewesen, Einzeldamen jahrelang mitzuführen war witzlos, denn wer im Laufe eines Jahres keinen Partner finden und halten kann ist nicht teamfähig und in diesem Sport fehl am Platz.

5.) War es anfangs noch möglich einen neu gefundenen Partner in den Kader mitzubringen (was ich persönlich nicht unproblematisch gefunden habe), wurde dieses Procedere scheinbar heuer eingestellt. Mitten im Jahr und ohne Veröffentlichung der neuen Rahmenbedingungen auf der ÖTSV Homepage. Was also im Jänner für drei Paare möglich war, war im März für alle anderen gesplitteten Paare, und davon gab es viele - NICHT mehr möglich.

6.) Wenn ich die Rahmenbedingungen ändere, sprich gesplittete Paare generell ausschließe, wäre es sehr sinnvoll und angebracht gewesen, Paaren in vertretbaren Intervallen (semesterweise?) die Neuqualifikation zu ermöglichen.

Damit sind nach derzeitigem Status quo viele Paare draußen (z.T. Neukonstellationen INNERHALB von Kaderpaaren) die man als Leistungsträger definieren kann und die nun um eine Förderung durch den Verband umfallen. Andererseits sind viele Paare drinnen, die international kaum starten, und national weit weg von Spitzenplätzten sind.

Ob das sinnvoll ist lasse ich einmal dahingestellt.

Und ob die eine oder andere Entscheidung nicht die Handschrift eines scheidenden Bundestrainers trägt, der vielleicht frustriert ist weil er schlußendlich kein einziges Nachwuchs- und Leistungskaderpaar bei den großen internationalen Turnieren auch nur in eine zweite oder dritte Runde gebracht hat, lasse ich auch dahingestellt.

Eine tolle Idee (Jugendförderung im Kadersystem) wurde leider mangels Konsequenz und Kontinuität in den Sand gesetzt, der verantwortliche Bundestrainer geht und lässt die Dinge die letzten Monate seiner Amtszeit laufen.

Leidtragende sind die Paare, womit wir wieder beim Ausgangsthema wären: Die LEISTUNGSORIENTIERTE Jugendförderung im ÖTSV ist ein Lippenbekenntnis, wurde jahrelang propagiert und nicht umgesetzt.

Also werden wir weiterhin ausländische Tänzer "austrifizieren" müssen um international gut dazustehen, und die Erfolge werden sich auf die Allg. Klasse beschränken, da Jugend- und Juniorenpaare mit dem Wechsel des Heimatlandes ein größeres Problem zu bewältigen haben als Erwachsene.


Re: Aufbauarbeit des ÖTSV
Autor: Fragen (90.146.16.---)
Datum: 15. August 2011 20:13

Ich lese hier eigentlich immer Klagen über den ÖTSV. Aber was ist denn mit den Klubs und Vereinen in Österreich? Sollten nicht die Vereine Nachwuchsarbeit leisten? Wir haben eben beim Sport in Österreich ein Vereinssystem (das gilt für alle Sportarten in Österreich). Der ÖTSV ist ja dann eigentlich nur für die Spitze zuständig. Welche Klubs in Österreich betreiben eigentlich noch gute Nachwuchsarbeit? In einigen Bundesländern tut sich ja z.B. gar nichts. Ich glaube es scheitert eher daran, dass die Klubs keine gute Arbeit leisten.

Re: Aufbauarbeit des ÖTSV
Autor: ach so .... (149.148.252.---)
Datum: 24. August 2011 16:29

...und wenn clubs dann gute aufbauarbeit geleistet haben,
oder gerade dabei sind ein paar aufzubauen und ein anderer,
zum teil auch polititsch potenterer club bekommt davon wind...

...na dann hat der club pech gehabt und das paar ist weg.

..namen (elmayer, hsv,...)
..einschaltquoten (dancingstars und das paar ist weg...,
kann nicht mal der ÖTSV persönlich "halten")

zählen oft mehr als der sport.

Re: Aufbauarbeit des ÖTSV
Autor: hmm (84.20.184.---)
Datum: 27. August 2011 09:48

In der Steiermark, gerade bei Clubs wie Voitsberg, hat es immer eine gute Jugendarbeit gegeben - und gibt es aktuell auch wieder. Das liegt einfach ganz stark an den Funktionären.

Aber man könnte zweifellos interessante Statistiken darüber machen, wie Bewegungen von Paaren von einem Club zum anderen funktionieren. Ich bin mir sicher, da gibt es einige Clubs, die Paare regelmäßig an andere verlieren, in der umgekehrten Richtung gibt es aber keine Bewegung.

Stellt sich natürlich die Frage, wer jetzt die bessere Aufbauarbeit leistet? Jemand, der Paare zum Tanzsport bekommt, jemand, der halbfertige Paare bekommt und weitertrainiert?

Ein Problem ist erfahrungsgemäß ganz einfach, dass es zu wenige "junge" Tanzsporttrainer gibt. Ich glaube nämlich, dass es ziemlich wichtig ist, dass junge Nachwuchstänzer (Schüler, Junioren) nicht die ganzen Zeit nur mit Trainern mit 40+ trainieren, sondern auch Ansprechpartner haben, die vielleicht nur 20 sind.

Von dem her finde ich die Übungsleiterausbildung und die Instruktorenausbildung sehr gelungen und könnte (!) einen durchaus wichtigen Beitrag für die Nachwuchsarbeit leisten.

Aber: Wenn der ÖTSV selbst unzufrieden ist mit der Anzahl der Nachwuchspaare (und auch deren Konkurrenzfähigkeit), dann sollte sich genau jender ÖTSV überlegen, wie das zu ändern ist. Es gibt nunmal eindeutige Seniorenvereine, in denen man überhaupt keine Tänzer unter 25 oder 30 findet, aber sicher keine Jugendpaare. Sind solche Vereine dran Schuld, dass wir keine Nachwuchspaare haben? - Ich denke eher nicht. Es gibt einzelne Vereine, die das richtig machen, andere fahren halt auf einer anderen Schiene - was auch ok ist.

Gesamtösterreichisch gesehen passiert aber wahrscheinlich zu wenig (die Ergebnisse unserer österreichischen Vertreter bei internationalen Turnieren sind sicher noch ausbaufähig...)

Re: Aufbauarbeit des ÖTSV
Autor: DanceS (80.109.54.---)
Datum: 29. August 2011 09:25

Für den Nachwuchs im Tanzsport ist definitiv der Verband zuständig, denn kaum ein Klub hat das Budget, um in entsprechende Werbeaktivitäten zu investieren. Bei Veranstaltungen wie zB. dem Tag des Sports oder ähnlichem könnte einiges getan werden, aber dort sieht man das Präsidium des ÖTSV ja nie. Manchmal ist ein Klub dort und stellt den Tanzsport vor aber Aktivitäten seitens des Verbands an sich und vor allem persönliches Engagement der Präsidialmitglieder habe ich noch nicht bemerken können. Einige Clubs machen tatsächlich selbst etwas und erreichen damit auch gute Zahlen an Nachwuchspaaren, aber eine offizielle, organisierte und vor allem effiziente Nachwuchsarbeit des verbands kenne ich nicht - dabei wäre das eine der Aufgaben des Verbands. Jedoch scheint es wichtiger zu sein, zu veröffentlichen wer geheiratet hat und wer dem Präsidium welche 5-Zeilen email geschrieben hat und wie toll doch die neue WDSF ist...

Re: Aufbauarbeit des ÖTSV
Autor: Jugendbeobachter (85.158.227.---)
Datum: 29. August 2011 09:44

Genau genommen gibt es in Österreich drei Clubs, die wirklich effektive Nachwuchsarbeit leisten: Juventus, Dancing Dots und Pillerseetal.
Bei diesen Clubs sollten sich vielleicht einige andere abschauen, wie's geht.

Re: Aufbauarbeit des ÖTSV
Autor: laie? (77.116.161.---)
Datum: 29. August 2011 10:07

wiedereinmal wäre zuerst eine analyse gefragt:
zB.Welche einstiegsszenarien in den tanzsport gibt es
für eine internationale einigermassen erfolgreiche karriere wäre ein sehr "junges" einstiegsalter notwendig..ist dann aber eher eine sache der eltern.
für das normale weiterkommen in österreich genügt der einstieg über die formationsschiene usw.
also weiter analysieren und dann eventuell massnahmen setzen(OETSV,Klubs?) wie zB verstärkte elterninformationaktivitäten?

Re: Aufbauarbeit des ÖTSV
Autor: Salzburger (82.192.10.---)
Datum: 29. August 2011 22:46

@ Jugendbeobachter

Was ist mit Salzburg?

z.B. Der Team7 hat schon seit vielen Jahren Nachwuchspaare und 2 davon sind immer vorne dabei.

Re: Aufbauarbeit des ÖTSV
Autor: ? (91.115.159.---)
Datum: 30. August 2011 01:06

@Jugendbeobachter da hast du aber einige vergessen... gute Arbeit passiert in Niederösterreich bei Gänserndorf, Wr Neustadt und St. Pölten. Auch die ganze steirische/kärntner Gruppe um Babsi und Michael macht sehr gute Arbeit. Und der HSV hat auch einige gute und sehr junge Paare. ZUSÄTZLICH zu den Vereinen die du genannt hast, ist das schon in Ordnung.

ABER es sind einfach trotzdem viel zu wenig Vereine die sich darum kümmern. Meiner Meinung nach muss der Verband Anreize schaffen, um das zu ändern... zB vor allem Förderungen für diese Vereine, denn das ist die Zukunft.

Zweites Problem ist das sehr hohe Anfangsniveau, das für einen Einstieg in die Breitensportklasse notwendig ist. Realistischerweise muss ein Paar ein Jahr trainieren, um eine Chance auf einen Mittelfeldplatz zu haben außer sie sind besonders talentiert oder fleißig. Da springen einfach super viele ab.

Und wie hmm richtig schreibt - ruhig die Jungen 20 Jährigen reinschmeißen und mit den Kids arbeiten! Viel besser, es tut sich überhaupt was!!! Und Kinder fühlen sich nunmal unter Jüngeren wohler.


In diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.


Dancing Stars Fanpage - Der Tanzwettbewerb  |  Let's Dance - Die RTL Tanzshow
Babyforum - Elternforum  |  Babyshop - Kindershop  |  Öko-Portal - Ökolinks  |  Tanzen
Tanzpartner | Tanzforum | Tanzshop | Tanzschuhe | Tanzlinks | Salsa | Tango | Tanzwerbung | Hip Hop
www.tanzpartner.info | www.tanzpartner.cc | www.tanzpartner1.de | www.tanzpartner.at