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"Expertenteam" Bundestrainer/Kadertraining
Autor: heinzi (188.23.91.---)
Datum: 17. Januar 2012 21:46

Da sich in diesem Forum ja doch einige kluge Köpfe befinden möchte ich mal so die Frage in die Runde stellen: Was fällt euch dazu ein bzw. welche Vorschläge könnte/sollte das "Expertenteam" berücksichtigen.


Bitte versucht sachlich zu bleiben vielleicht liest es ja auch jemand aus dem "Expertenteam".


Re: "Expertenteam" Bundestrainer/Kadertraining
Autor: cpt f (188.23.20.---)
Datum: 17. Januar 2012 23:56

Meiner Meinung nach muss ein Weg gefunden werden, wie Bundestrainer und Heimtrainer zielführend zusammenarbeiten können. Ich habe es als sehr störend empfunden, dass die Heimtrainer bei einem Kadertraining nur einmal für sehr kurze Zeit geduldet werden. Das Gefühl wird vermittelt, dass sie nicht gern gesehen werden. Will man wirklich etwas nachhaltig bewegen, dann sollten langfristige Ziele gemeinsam gefunden und der Weg dorthin optimiert werden.

Das Kadertraining kann ein wertvoller Input durch internationale Experten sein, allerdings nur wenn BEGLEITEND die Heimtrainer eingebunden werden. Ansonsten entsteht der nicht ganz unbegründete Eindruck, der Bundestrainer könnte ein Auge auf die Paare geworfen haben, die andere Kollegen mühevoll aufgebaut haben.
Und zweitens profitieren die Paare nicht so sehr davon.

Entsendungen müssen gerade in unserem Sport durch klare Ergebnisse geregelt sein. Große internationale Turniere mit internationaler Beteiligung und möglichst wenig Einfluss nationaler Wertungsrichter sollten als Entscheidungsgrundlage dienen. Ich bin der Meinung, dass sich Leistung durchsetzen und belohnt werden sollte. Denn es kann nicht sein, dass sich Paare darum kümmern müssen, gut beim erweiterten Präsidium dazustehen, um die Chance zu haben, zu einer int Meisterschaft entsendet zu werden. Und haben sie das gut genug gemacht, bekommen sie ev sogar noch den Vorzug gegenüber eigentlich leistungsstärkeren Paaren.

Aber nicht falsch verstehen - Zusammenarbeit mit dem Verband ist wiederum schon ein wichtiger Punkt! Jeder Sportler sollte es als höchstes Ziel sehen, sein Heimatland einmal als Mitglied einer Nationalmannschaft zu vertreten - ob bei einem Kadertraining oder einer int Meisterschaft. Dazu gehört Respekt denen gegenüber, die vieles unentgeltlich in ihrer Freizeit auch als Funktionäre leisten. Nur muss eine Struktur geschaffen werden, die durchsichtig ist und auf klaren Grundlagen aufbaut.

Re: "Expertenteam" Bundestrainer/Kadertraining
Autor: Mitreder (213.162.68.---)
Datum: 18. Januar 2012 11:00

Für mich stellt sich die Frage nach dem Ziel des Kaders! Ist dies möglichst viele Paare zu fördern, egal wie weitdadurch die Streuung der Leistunng ist, oder soll es eine Gruppe auf hohem Niveau sein mit einem Sinnvollen Output. Mir ist schon klar, dass das Ziel jedes Tänzers es ist mal dabei zu sein, aber nur dabei sein und dann die Denkanstöße, mehr kann man ja eigendlich an drei Terminen im Jahr nicht leisten, nicht im eigenen Training umsetzen ist zu wenig.
Es sollte ein klares Konzept erstellt werden, welche Ziele gewünscht werden, diese bei den Wochenenden und der Sommerwoche mit Umsetzungsideen den Paaren näher gebracht werden und dann auch kontrolliert werden ob es zu einer Zielerreichung gekommen ist und wenn nicht warum. Dies bedarf einem hohen Aufwand in Planung und Umsetzunug, daher sehe ich eine Verkleinerung des Kaders als zwingende Voraussetzung dafür, zumal der Aufwand mit der Zahl der Paare steigt.
Ich denke ich könnte noch Stunden darüber schreiben, aber das sprengt hier den Rahmen.

Re: "Expertenteam" Bundestrainer/Kadertraining
Autor: ... (178.191.34.---)
Datum: 19. Januar 2012 11:21

Hmm, eine Sache der ich nicht zustimmen kann: Dass man als Kadertrainer(team) trainingstechnische Ziele für die Paare vorgibt. Denn dazu hat man als Kadertrainer viel zu wenig Einblick in die Vorgeschichte des Paares und deren Trainingsmöglichkeiten (sowohl körperlich, als auch zeitlich, als auch psychisch etc.). Das kann nur ein Heimtrainer machen in enger Zusammenarbeit mit den Paaren.

Der Kader kann nur dafür da sein, Input zu geben. Mehr ist auch aus Zeitgründen nicht möglich. Und so muss sich der Kader auch verstehen. Ein Kadertrainer muss akzeptieren, dass er nicht der Heimtrainer eines Paares ist, sondern nur dafür da ist, kleine Interventionen anzubieten (!). Ob das Paar diese dann sofort umsetzt, bzw in welcher Weise umsetzt, sollte eher in Zusammenarbeit mit dem Heimtrainer entschieden werden.

Dieser Input von externen Trainerstunden und Kadertrainings kann unglaublich wertvoll für die Paare sein, dennoch kann der dortige Input nur als Angebot verstanden werden. Wer im Kader ist, hat bereits für sich herausgefunden, wie er selbst gut und effektiv trainieren kann, hat einen für sich passenden Weg des Trainings gefunden. Da kann externer Input hineinpassen - oder auch nicht.

Letztlich zählt nur der Output, wie der genau erreicht wird, kann dem Kadertrainer nicht wirklich bekannt sein. Der kann nur gute Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass sich die Paare möglichst viel selbst mitnehmen können aus so einer Trainingswoche.

Re: "Expertenteam" Bundestrainer/Kadertraining
Autor: laie? (77.118.46.---)
Datum: 20. Januar 2012 08:53

@...: deshalb sollte der Heimtrainer beim kadertrainerinput anwesend sein damit keine
Inputinterpretationsdifferenzen auftreten können

Re: "Expertenteam" Bundestrainer/Kadertraining
Autor: lolo (89.144.206.---)
Datum: 20. Januar 2012 18:38

@....

ehm "nur als angebot" und umsetzen muss man nix smiling smiley?

so wie; jeder studienplan ist ein angebot und jeder soll selbst entscheiden ob das lernen mag oder nicht smiling smiley? wer der meinung is, er braucht das nicht, kann sich einfach so seinen Dr. abholen smiling smiley.... klingt interessant smiling smiley

ziemlich komische sachen die du da schreibst, auch wenn die groß und klein schreibung recht prof. wirkt ^^

Re: "Expertenteam" Bundestrainer/Kadertraining
Autor: ... (178.191.199.---)
Datum: 20. Januar 2012 21:14

@lolo:

ich schaffs ganz gut auch ohne groß- und kleinschreibung. winking smiley

dein vergleich mag zwar auf den ersten blick gut wirken, hinkt aber ein wenig. richtiger wäre es in etwa mit:

ziel ist der dr. titel. dort führen aber verschiedene wege hin. unterschiedliche studienpläne, unterschiedliche freifächer, unterschiedliche reihenfolgen, unterschiedliche notenverteilungen etc.

leider hat sich in österreich dieses mariatheresisches schul-denken stark durchgesetzt, das seine ursprünge in militärschulen hat, uns heute aber bis weit in die universitäten hineinbegleitet. und anscheinend leider auch in den tanzsport...

um es ganz klar zu sagen: ja, ich glaube genau das, was ich schreibe auch. und ich finde diese sachen auch nicht sonderlich komisch, sondern eigentlich sehr logisch. lass mich vielleicht einmal ausführen, warum:

wir reden hier vom kader, also keinen blutigen anfängern mehr. anfänger kennen die wege noch nicht, mit denen sie das ziel erreichen können. dort muss man noch viel mehr nach dem friss-oder-stirb-prinzip vorgehen. (stark übertrieben ausgedrückt natürlich.) aber im kader sind paare, die zumeist schon einige jahre lang trainieren, und das in einer intensität, die in den meisten anderen sportarten unbekannt ist. all diese paare können bereits trainieren, haben mit verschiedenen trainern zusammengearbeitet, haben training in verschiedenen formen kennengelernt, haben sich miteinander gestritten, haben sich über das wie ihres trainings gedanken gemacht. haben sich richtig gut kennengelernt, haben miteinander ein (hoffentlich) gutes und konstruktives auskommen gefunden, kompromisse geschlossen und ihr halbes leben umgekrempelt, um tanzen zu können. und das alles schon seit jahren, meist in enger zusammenarbeit mit einem heimtrainer.

da kann ein trainer "von außen" sich nicht anmaßen, zu wissen, was gut für ein paar ist und was nicht. wie sollte er auch?

das ist aber weder gut noch schlecht, sondern liegt einfach in der natur der sache. ein trainer von außen muss ganz einfach akzeptieren, dass er für ein paar nur ein input sein kann, dass die enwticklung des paares schon lang vor seinem input begonnen hat und lang danach noch weitergehen wird. und dementsprechend sollte er sich auch verhalten.

wer im kader ist, hat hat sich bereits in der vergangenheit gut entwickelt, und im allgemeinen sollte es keinen grund geben, warum sich das aus irgendeinem grund ändern sollte. wer am richtigen weg ist, sollte dort möglichst in ruhe gelassen werden. da kann input aus "fremden" quellen oft sogar sehr kontraproduktiv sein (wie ich aus erfahrung weiß). wenn jemand im "zeitplan" ist (sagen wir: ein jahr pro startklasse im durchschnitt), kann sich kein trainer anmaßen, zu diesem paar zu sagen, dass es alles falsch macht und dass es vollkommen falsch trainiert und vollkommen falsche dinge macht.
aber leider kommt das viel zu oft vor. alle tänzer sind immer nur "halbfertig". niemand ist komplett. jeder befindet sich immer in einer entwicklung (egal ob wm-finale oder d-klasse), und das schwierige für einen trainer ist, ein paar (auch ein fremdes) bei dieser entwicklung zu unterstützen, anstatt ihm seinen eigenen weg aufzudrängen (jaaaa, das gibt es alles...) und noch einmal: wenn eine entwicklung für ein paar spricht (also zb. von anfang c-klasse zu anfang a-klasse in zwei jahren, was vollkommen in ordnung ist), dann gibt es überhaupt keinen grund, irgendetwas am weg zu ändern. die einzigen, die an diesem weg, also dem "wie" der entwicklung herumbasteln sollten, sind das paar selbst in zusammenarbeit mit ihrem heimtrainer - und das möglichst vorsichtig.

"never touch a running system"

wenn man als trainer aber davon ausgeht, dass man immer ein - auf seinem niveau - "fertiges" paar hat, das also alles, was es kann und gehört hat, austrainiert und gefestigt und umgesetzt hat, der ist blind für einen großen teil dessen, was die zusammenarbeit mit einem paar eigentlich ausmacht. der kann einem paar auf seinem weg auch nicht weiterhelfen.

ein paar, das aufgrund seiner guten leistung in den kader kommt (und so war das bei jedem paar einmal), ist bereits auf dem richtigen weg. das kadertrainerteam wäre also blöd, würde es versuchen, an diesem weg etwas zu ändern. unterstützen - ja. input geben - ja. beides kann unglaublich wertvoll sein.
einem paar (das ja prinzipiell sowieso sein bestes gibt, besser zu werden) irgendetwas aufdrängen - nein.

Re: "Expertenteam" Bundestrainer/Kadertraining
Autor: lolo (89.144.206.---)
Datum: 21. Januar 2012 01:10

auweia, viel zu schreiben, zusammengefasst jedoch, habe ich scheinbar einfach eine ganz andere grundperspektive...: ) ein paar kleine punkte die mich sehr stören:

-) wertungsrichter bewerten nun mal auch innerhalb von 10 sekunden ein paar.. life is hard

-) ich finds halt anmaßend zu behaupten, dass der heimtrainer das gelbe vom ei ist. die kadertrainer sind doch gute trainer, ich kann mir nicht vorstellen, dass die schlechte informationen geben, die das weitere training und die karriere und running system usw. gefährden und zerstören wollen...

-) zum thema: running system und guter weg - wenn du das unter dem Nick "nino" oder "gusev" schreiben würdest - OK smiling smiley. aber ich denke so running ist Ö auch wieder nicht, dass wir hier noooch so viel mehr freie wahlfächer brauchen, wenn du verstehst was ich meine smiling smiley.

Re: "Expertenteam" Bundestrainer/Kadertraining
Autor: cpt f (91.114.156.---)
Datum: 21. Januar 2012 11:23

@ lolo:

"Die Kadertrainer" werden gerade neu definiert und bestellt. Woher weißt du also, dass die Kadertrainer gute Trainer sein werden??? Wenn du glaubst, alle Trainer in Ö handeln nach bestem Wissen und Gewissen, dann muss ich dich leider enttäuschen. Da gibt es ganz schöne Geschichten zu erzählen. Sehr sehr oft stehen Eigeninteressen ganz oben auf der Prioritätenliste. Und wenn du glaubst, alle bringen das notwendige Know How mit, um auf hohem Niveau trainieren zu können und Trainingspläne zu schreiben... naja...

Ich als Heimtrainer wünsche mir eine professionelle Atmosphäre beim Kadertraining, bei dem die Paare etwas lernen und profitieren. Weiters soll auf dem Weg aufgebaut werden, der bereits erfolgreich beschritten wurde, sonst wären die Damen und Herren ja gar nicht auf die Idee gekommen, das Paar zum Kader zu holen. Damit sehe ich den eingeschlagenen Weg nicht als das einzig Wahre, das gelbe vom Ei, denn es sind ja keine fertigen Paare geschweige denn Weltklassepaare. Aber jedes Paar hat einen flexiblen Mehrjahresplan, der die Entwicklung vorgibt. Und dieses System soll vom Kadertrainer unterstützt werden, es soll dem Paar ermöglicht werden, noch schneller und besser voran zu kommen.

Es soll gern auch der Zusammenhalt zw den Paaren gefördert und der Horizont durch neue Ideen erweitert werden. Internationale Experten einladen, lernen und verbessern. Auch ich bin gern bereit, die Pläne der Paare zu diskutieren und bei einem sinnvollen Vorschlag anzupassen. Sehr willkommen, sehr sinnvoll, davon wäre ich begeistert. ABER bitte keine Struktur, bei der die Paare bevorzugt werden, die mit dem Kadertrainer noch mehr trainieren und vl zu seinem Klub wechseln etc.

Langfristig gesehen wäre das extrem kontraproduktiv...

Re: "Expertenteam" Bundestrainer/Kadertraining
Autor: ... (178.191.200.---)
Datum: 21. Januar 2012 14:29

@lolo

Zu 1:
Wertungsrichter haben eine ganz andere Aufgabe als Trainer. Das eine hat mit dem anderen nur sehr wenig zu tun, deswegen weiß ich nicht, was du damit sagen willst. Natürlich geht es letzten Endes um eine gute Leistung bei einem Turnier. Klar. Wir reden ja von nichts anderem. Aber ein Wertungsrichter bewertet eben einen aktuellen Status im Vergleich zu anderen Paaren, ein Trainer muss Vergleiche ziehen zu dem, was in der Entwicklungszeit des Paares möglich ist oder gewesen wäre, Vergleiche zu dem, was möglich und erreichbar ist oder Vergleiche dazu, wie das Paar einige Tage/Wochen/Monate/Jahre zuvor getanzt hat.

Zu 2:
Ich behaupte nicht, dass die Kadertrainer schlecht sind. Das würde ich mir nie anmaßen. Ich behaupte auch nicht, dass jeder Heimtrainer gut ist. Ich behaupte nur, dass nur ein Heimtrainer genügend Einblick haben kann in den Trainingsalltag eines Paares, um eine langfristige Planung mit diesem Paar zu machen.

Zu 3:
Sagen wir so: Es gibt einfach so eine Art Zeitplan, in dem man sein sollte. Solange man in etwa nach 5 Jahren Turniertanzen in der S-Klasse ist, braucht man sich keine Gedanken machen und kann den Weg, den man genommen hat, weitergehen.
Wenn man aber seit drei Jahren knapp am Staatsmeisterschaftsfinale dran ist, den Sprung hinein aber nicht schafft, dann stimmt (auch) am Weg etwas nicht. Und da kann (und soll) man als Trainer natürlich eingreifen. Und hier kann Input von außen sinnvoll sein und weiterhelfen, dennoch muss die Änderung auch hier vom Paar ausgehen, in Zusammenarbeit mit dem Heimtrainer, aber mit Input von außen, damit sich etwas ändert und nicht alles gleich bleibt.

Dass wir in Österreich international nicht wirklich mithalten können, hat viele Gründe. (Ausnahmen bestätigen übrigens die Regel.) Der Preis, den man zahlen muss, um an der Weltspitze zu sein (finanziell, zeittechnisch, psychisch, physisch) ist hoch, und ich ganz persönlich möchte ihn gar nicht zahlen, auch wenn das heißt, eben nicht an die Weltspitze zu kommen. Auch das ist Teil meiner eigenen Einstellung zum Tanzen und hat letztlich Auswirkungen darauf, wie ich tanze. Deswegen vergleiche ich mich auch nicht mit einem Ferruggia oder einem Bizokas, einem Cocchi oder einem Plohl, sondern eher mit Paaren, mit denen ich vergleichbar bin. Ein Wertungsrichter kann (und soll) das nicht, ein Kadertrainer auch nur eingeschränkt, ein Heimtrainer aber schon.

Re: "Expertenteam" Bundestrainer/Kadertraining
Autor: lolo (89.144.206.---)
Datum: 21. Januar 2012 21:31

wieso sollen förderungen an jemanden gehen der nicht mal den wunsch hegt an die weltspitze zu kommen...??? ich glaube mit dieser einstellung passt man weder im tanzen noch in einem anderen sport in den kader.

finde die sicht der dinge interessant, is halt so garnicht meine. smiling smiley da bräuchte man mal nen eigenen nachmittag um das ansatzweise zu diskutieren. ich klinke mich aus. lg


Re: "Expertenteam" Bundestrainer/Kadertraining
Autor: cpt f (91.115.147.---)
Datum: 22. Januar 2012 15:22

liebe(r) lolo,

deine sicht kommt mir ziemlich realitätsfremd vor, um ehrlich zu sein...
wenn du alle paare aus unseren kadern entfernst, die nicht die chance haben, weltklasse zu werden, dann werden kaum welche überbleiben, sorry. und die auszuwählen, die sich wünschen, weltklasse zu werden??? es gibt so viele, die sich das wünschen und aber keine ahnung haben, was 100e andere in anderen ländern tatsächlich für diesen wunsch in kauf nehmen.

ein kader sollte immer die besten verfügbaren paare um sich scharen und diese nach vorn bringen. (im rahmen des möglichen!!!) ja, wenn die voraussetzungen geschaffen werden, kann das richtung weltklasse gehen. davon sind wir unglaublich weit entfernt, außer ganz wenigen "waschechten österreichern" haben nur die eingekauften tänzer wirklich gutes niveau. und dieser weg ist für mich auch zu hinterfragen weil meiner meinung nach nicht nachhaltig.

das ist das wirkliche problem - die voraussetzungen sind nicht da.

Re: "Expertenteam" Bundestrainer/Kadertraining
Autor: gast123 (77.190.23.---)
Datum: 22. Januar 2012 15:55

cpt, ich weiß nicht, ob du lolo eventuell missverstanden hast. Ich interpretiere seine Aussage so: Es sollten nur Tänzer in einen Kader kommen, die bereit sind, sich so zu engagieren, dass sie ihr großes Potential auch wirklich ausreizen.
Jemand wie ich z. B., der 1. nicht talentiert genug ist, 2. körperlich nur begrenzt belastbar und 3. einen Fulltimejob hat, der dem Tanzen vorgeht, ist da fehl am Platz. "Weltklasse" ist als Anforderung vielleicht sehr hart. Aber es müssen Potential _und_ Leistungsbereitschaft da sein.

(und nein, ich habe keine Ahnung, wer im österreichischen Kader drin ist und ich will keinem etwas unterstellen.)

Re: "Expertenteam" Bundestrainer/Kadertraining
Autor: ... (178.191.197.---)
Datum: 22. Januar 2012 18:07

Also ich weiß zumindest, dass es zwischen den Kadertrainern und den Paaren nur ziemlich selten (wenn überhaupt) Gespräche über solche Themen wie "Ziele" gibt. Man kommt aufgrund guter Leistungen und einer guten tänzerischen Entwicklung in den Kader, und nicht aufgrund von Leistungsbereitschaft und hoch gesteckten Zielen. Ich wüsst auch gar nicht, wie man das vernünftig überprüfen könnte.

Wer erfolgreich ist, hat aber meist eine passende Einstellung und ist ehrgeizig genug. Denn ohne mindestens 5x Training pro Woche erreicht man nicht so viel, dass man in den Kader kommt. Und wenn das nicht genug ist, was dann?

Wenn man alle aus dem Kader nimmt, deren erklärtes Ziel nicht der WM-Titel ist und die auch nicht die Chance haben, dieses Ziel zu erreichen, dann sieht der Kader plötzlich sehr klein aus und besteht wohl aus exakt 0 Paaren...

Re: "Expertenteam" Bundestrainer/Kadertraining
Autor: heinzi (194.166.96.---)
Datum: 23. Januar 2012 20:18

Für mich stellt sich schon mal die Frage ob man das aktuelle System mit "Hauptkader", "Leistungskader" und "Nachwuchskader" beibehalten soll. Speziell beim Leistungs- und Nachwuchskader ist die Transparenz gleich Null. Sieht man ja auch auf der ÖTSV-Homepage.

Leistungskader: Stand Oktober 2011

Nachwuchskader: Stand April 2011/ Gültig bis Mai 2011

Die Aufteilung in den beiden Kadern ist nicht zu durchschauen.
Abgesehen davon konnte mir noch niemand den Unterschied zwischen Leistungs- und Nachwuchskader erklären.

Mein Vorschlag wäre folgender:

1. Hauptkader:

Mitglieder sind jeweils die 4 bestplatzierten der Staats in Latein und Standard sowie die 3 bestplatzierten der Kombi Staats.
Ergibt max. 11 Paare.

2. Aufbaukader:

Mitglieder sind jeweils die 4 bestplatzierten der ÖM in der "A" Klasse und die 2 bestplatzierten der "B" Klasse (sofern es vom Alter her Sinn macht) jeweils in Latein und Standard.
Ergibt max. 12 Paare.
Aktuell lt. letzter ÖM: 11 Paare

3. Nachwuchskader:

Mitglieder sind nur Nachwuchstänzer aus den Bereich Schüler,Junioren und Jugend.
Jeweils die ersten 3 Paare der ÖM Schüler La/Sta "B" (traurig aber zur Zeit nicht vorhanden), Junioren La/Sta "B" und Jugend La/Sta "A"
Ergibt max. 18 Paare.
Aktuell lt. letzter ÖM: 9 Paare


Zur Zeit befinden sich laut ÖTSV-Homepage 29 Paare in den 3 Kadern, bei meiner Variante wären es 31 Paare also nicht viel Unterschied.


Natürlich sollte es auch sowas wie "Wildcards" geben um Verletzten Paaren oder neugebildeten Partnerschaften den Verbleib im Kader zu ermöglichen.









Re: "Expertenteam" Bundestrainer/Kadertraining
Autor: freedancer (213.150.1.---)
Datum: 24. Januar 2012 12:56

@heinzi
Diese Aufteilung ist aber nicht sonderlich geschickt.
Beispiel:
Ein Paar gewinnt in einem Jahr die A und kommt somit in den Aufbaukader.
Im darauffolgenden Jahr wird es in der S 6.
Dieses Paar hat zwar eine großartige Leistungssteigerung erreicht, fliegt nun aber trotzdem aus jedem Kader hinaus.
Dafür kommt der neue A-Klassen-Sieger in den Kader, der aber möglicherweise aufgrund eines generell schwachen Jahrgangs nicht einmal annähernd an die Leistung des A-Siegers vom Vorjahr herankommt.

Das soll fair sein?

Maximal der Hauptkader kann durch Platzierungen definiert werden.
Bei allen anderen können meiner Meinung nach Paare nur durch Beobachtung vom und Diskussion im Expertenteam zugeordnet werden.
Natürlich ist das dann eine subjektive Meinung dieses Teams und wird nicht immer von außenstehenden nachvollziehbar sein.
Deswegen sollte dieses Team ja auch aus mehreren Personen (meiner Meinung nach zumindest 5) bestehen.


Unterschied Haupt-/Leistungs- und Nachwuchskader:
Hauptkader:
Der Hauptkader besteht aus den Top Paaren, die Österreich bei wichtigen Turnieren und Meisterschaften international vertreten.
Dieses Team besteht aus den besten sechs Paaren der letzten österreichischen Staatsmeisterschaft,
sowie aus Paaren, die aufgrund besonderer Leistungen durch den Bundestrainer nominiert wurden.

Nachwuchskader:
Dieses Team wird gebildet durch förderungswürdige Paare der Alterskategorie Schüler, Junioren und Jugend,
die nach Abschluss erfolgreicher sportmotorischer sowie tanzspezifischer Tests aufgenommen werden.
Auch hier wird das Team durch Paare, die über einen längeren Zeitraum bei Turnieren beobachtet werden,
aufgrund besonderer Leistungen erweitert.

Leistungskader:
Um die Lücke zwischen Nachwuchs- und Hauptkader kleiner zu machen (es soll ja auch sehr talentierte Paare in den unteren Klassen der Allg. Klasse geben, die schon für die SchJunJug-Klassen zu alt sind) wurde der Leistungskader geschaffen.
Dieser wird also aus besonders förderungswürdigen Paaren der Allg-Klasse gebildet.


freedancer

Re: "Expertenteam" Bundestrainer/Kadertraining
Autor: Mitreder (213.162.68.---)
Datum: 25. Januar 2012 07:25


Ich finde es wichtig die jugend u fördern, aber wenn die paare aus dem alter raus sind und die leistung nicht passt muss sich der kader von den paaren trennen.
Ich fand das qualisystem mit der int24 echt super. Und der ötsv kann ja auch sagen ich nehm die besten 15 (hausnummer) der rangliste. Es warad aber gut klar zu sagen das ist der cut. Jeder konnte durch eigene anstrengung in den kader kommen und die erfahrung die man bei internationalen turnieren bekommt sind unersetzlich. Ich weiß dass da jetzt viele sagen, das ist so teuer, ich sage ja und .... Wofür tanzt du denn? Wenn du dich nicht international messen willst hast im kader nix verlohren!

Re: "Expertenteam" Bundestrainer/Kadertraining
Autor: freedancer (85.124.211.---)
Datum: 26. Januar 2012 00:24

@Mitreder
BRAVO!!!!!!!
Bin voll bei Dir!
Vor allem den Teil
...das ist so teuer, ich sage ja und ....
find ich super!
Ich hab' nie verstanden, warum's die Int24 abgeschafft haben.
War eine super Sache.

Wen's interessiert:
Es gibt sie nur offiziell nicht.
Die Seite selbst wurde nie abgedreht.
Wenn man die Url weiß, kann man sie immer noch einsehen.
Sogar aktuell!
http://oetsv-neu.weissl.com/int24/int24_liste.php

freedancer

Re: "Expertenteam" Bundestrainer/Kadertraining
Autor: clovis (85.158.227.---)
Datum: 31. Januar 2012 09:05

Danke, Freedancer!

Diesen Link hab ich nicht gekannt. - smiling smiley


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