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Trainer
Autor: .... (194.166.97.---)
Datum: 04. Februar 2012 09:43

Nach welchen Gesichtspunkten wählt ihr eigentlich den Trainer aus? (Verein, Kosten, wie erfolgreich er war, Erfahrung, Persönlichkeit,...)

Was macht man, wenn man mit dem eigenen Klubtrainer unzufrieden ist?


Re: Trainer
Autor: lolo (89.144.206.---)
Datum: 04. Februar 2012 11:09

-ob er toppaare hat

Re: Trainer
Autor: ... (194.166.8.---)
Datum: 05. Februar 2012 09:44

Sorry, aber das ist wohl ein ziemlich unbrauchbares Kriterium...

Ich denke, jeder Tänzer sollte irgendwann seinen Stil zu trainieren gefunden haben. Und dann probiert man halt mehrere Trainer aus, und die, bei denen die Zusammenarbeit auf der gleichen Wellenlänge funktioniert, mit denen arbeitet man dann.

Für mich kann ein Trainer auch drei WM-Titel-Paare hervorgebracht haben, das heißt noch nicht, dass ich deswegen unbedingt mit ihm trainieren möchte, er kann trotzdem nicht das Richtige für mich persönlich machen.

Außerdem gibt es - und das wird in Tänzerkreisen eigentlich nicht so gern gehört - ein Leben außerhalb des Tanzens. Ein guter Trainer sieht meinem Meinung nach ein Paar immer auch im Zusammenhang mit dem Rest seines Lebens und greift zum Beispiel durch, wenn die Ziele nicht mehr mit der Realität übereinstimmen. Ich hatte zum Beispiel immer das Glück, (Heim-)Trainer zu haben, die es nicht akzeptiert haben, das Tanzen als ausschließlichen Berufswunsch anzustreben und die Schule oder das Studium zu vernachlässigen.

Toppaare zu haben hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Nur ist ein Trainer gut, der ein Nationalmannschaftspaar bekommt, mit dem ein Jahr trainiert und dann landet dieses Paar z.B. 20 Plätze weiter vorn bei den Austrian Open? Klar - der Trainer hat ein gutes Paar. Aber wie viel davon ist sein Verdienst? Bei so einem Paar braucht man als Trainer nicht mehr allzu viel eingreifen, das Paar weiß selbst schon recht genau, was es tut und wie es trainiert.

Für mich ist ein Trainer dann gut, wenn er es regelmäßig schafft, Paare vom Anfängerstadium (also direkt aus der Tanzschule) in die S-Klasse zu bekommen. Das bedeutet nämlich, dass er einige Jahre gut mit einem Paar zusammenarbeiten kann (das Paar ist nämlich nicht davongelaufen), es heißt, dass er sowohl weiß, was ein Anfänger braucht als auch, was ein Fortgeschrittener braucht. Überraschend viele Trainer wissen ganz genau, wie man den WM-Zweiten zum WM-Ersten macht, aber wie man ein D-Klassenpaar in die S-Klasse bringt - daran scheitern ziemlich viele. Genau dort passiert aber mMn das Wichtigste - die Grundausbildung im Tanzsport. Ein halbfertiges Paar zu bekommen und noch ein bisschen besser machen kann eigentlich jeder.

Re: Trainer
Autor: (91.113.94.---)
Datum: 05. Februar 2012 11:38

.... schrieb:
-------------------------------------------------------
> Nach welchen Gesichtspunkten wählt ihr eigentlich
> den Trainer aus?

Wie gut ich persönlich mit ihm kann UND wie groß das Gefühl ist, dass er bei mir etwas weiterbringt.

Top-Paare sind sicherlich nicht verkehrt, aber auch das hilft nichts, wenn ich z.B. seine Worte nicht in die passenden Bilder übersetzt bekomme. Der Preis ist - leider - immer auch ein Kriterium, es gibt für jeden irgendwo eine Schmerzgrenze. Und die Erreichbarkeit bzw. damit verbunden die Zahl der möglichen Trainerstunden spielt eine gewisse Rolle.

> Was macht man, wenn man mit dem eigenen Klubtrainer unzufrieden ist?

"Einfach" bei jemand anderem Trainieren. Je nach Club und Trainer kann sich das sehr einfach, aber manchmal leider auch sehr kompliziert gestalten. Pauschale Ratschläge gibt es für so eine Situation wohl keine.



Re: Trainer
Autor: asdf (178.191.57.---)
Datum: 06. Februar 2012 16:19

Ein Trainer der regelmäßig seine Paare verliert bzw kein Paar hat das länger als 1 Jahr bei ihm trainiert hat oft einen Grund!!

Gute Trainer können ihre Paare halten - und das über Jahre hinweg, vom Tanzschüler bis in die S! Dafür muss der Trainer fachlich top sein, persönlich überzeugen, Erfahrung mitbringen und vor allem motivieren können.

Re: Trainer
Autor: freedancer (85.124.211.---)
Datum: 06. Februar 2012 16:30

@ Welche Gesichtspunkte:
Also wer den Trainer nach den Toppaaren, die er betreut, wählt, macht sich meiner Meinung nach nicht wirklich viel Gedanken über die Trainerwahl.
Gott sei Dank machen das nur wenige, sonst wären alle Jungtrainer auf lange Zeit arbeitslos.
Auch den Trainer nach dessen Erfolgen zu wählen, ist nicht unbedingt sinnvoll.
Ein erfolgreicher Tänzer weiß in erster Linie einmal, was man tun muß um erfolgreich zu sein. Von daher, kann man von so einem Tänzer (Trainer) prinzipiell sicher viel lernen. Das muß aber nicht bedeuten, dass er ein guter Trainer ist.
Die Trainerwahl ist mit viel Arbeit verbunden. Man muß auch Mut zum Risiko beweisen.
Was übringens ein wichtiger Erfolgsfaktor ist.
Redet mit anderen Paaren.
Nehmt einfach einmal Stunden bei einem Trainer.
Ja, ok, das kostet Geld. Aber anders geht es nun mal nicht.
Wir haben seinerzeit jenen Trainer ausprobiert, der uns nie gut gewertet hat.
Eigentlich hab' ich ihn nicht ausstehen können.
Aber meist kommt es anders als man denkt.
Heute zählt dieser Trainer (auch wenn wir nun nicht mehr mit ihm arbeiten) für uns zu den Wichtigsten, die wir gehabt haben.

@ Was machen, wenn mit Clubtrainer unzufrieden.
Wichtig bei allem: nicht gleich bei den ersten Problemen das Handtuch werfen.
Manchmal muß man sich einfach durchkämpfen. Wer das nicht lernt, wird schlußendlich nichts erreichen.
Aber ok, nehmen wir an, es funktioniert einfach nicht mehr:
Schlußendlich ist das Problem ganz leicht zu lösen:
Such dir einfach einen neuen Trainer!

Ja ok, ich weiß ja. Man hat mit dem Trainer schon so viel gearbeiten, war möglichweise auch recht erfolgreich mit dem Trainer. Da will man nicht so einfach weg gehen.
Da gibt es nur 2 Möglichkeiten:
1) man pfeift drauf
2) man nimmt allen Mut zusammen, erklärt es dem Trainer
Aber wenn es wirklich nicht mehr geht, muß man sich einfach einen neuen Trainer suchen.
Denn jede weitere Stunde mit dem bisherigen Trainer wäre dann reine Geldverschwendung.
Und wenn der Trainer bzw. Verein dann deswegen Probleme macht?
Da gibt es auch 2 Varianten:
1) man kämpft sich durch (das zu lernen ist auch ein wichtiger Erfolgsfaktor)
2) sucht Euch einen neuen Verein.

zur Erinnerung:
Verein & Trainer sollten für Euch da sein und nicht Ihr für den Verein & Trainer.
Es ist Euer Geld.

freedancer

Re: Trainer
Autor: ... (178.190.3.---)
Datum: 07. Februar 2012 09:14

Ach ja: Für mich ist eine gewisse menschliche Komponente auch noch ganz wichtig, einmal ganz abgesehen vom tanzspezifischen Können.

Primär will ich als Tänzer Spaß an meinem Hobby haben. Klar, ich bin ehrgeizig, kann auch durchbeißen und habe schlechte Tage, an denen ich trotzdem trainiere. Aber insgesamt gesehen muss das Tanzen für mich ein Hobby sein, das mir Spaß macht. Ist das nicht mehr so, geh ich vielleicht Schach spielen oder Eisstockschießen. Keine Ahnung.

Und da gibt es Trainer, die schaffen es, dass jedes zweite Paar nach einer Stunde mit ihm heulend rausrennt. Da mag er als Tanzsporttrainer noch so gut und teuer sein - aber trotzdem würde ich nicht übertrieben viel mit ihm zusammenarbeiten wollen. Ich denke, das Ziel sollte sein, dass sich ein Paar nach einer Trainerstunde besser fühlt als vorher, also indem es das Gefühl hat, wieder etwas Wichtiges gelernt zu haben oder motiviert zu sein, etwas zu ändern, was bisher nicht gepasst hat. Wenn man aber nach einer Trainerstunde alles an den Nagel hängt (alles schon passiert), dann sollte man die Trainingsmethoden eines Trainers vielleicht einmal hinterfragen.

Re: Trainer
Autor: (91.113.94.---)
Datum: 07. Februar 2012 09:33

freedancer schrieb:
-------------------------------------------------------
> Verein & Trainer sollten für Euch da sein und nicht Ihr
> für den Verein & Trainer.

Naja, das greift ein bisserl kurz. Ein Verein ist ausschließlich eine Kooperation seiner Mitglieder und kein Dienstleistungsbetrieb. Man kann daher nicht mehr von ihm erwarten, als man auch selbst hineinzustecken bereit ist (und damit sind nicht nur die Mitgliedsbeiträge gemeint).

Richtig ist natürlich, dass man nur bei einem Verein sein sollte, bei dem man sich gut aufgehoben fühlt. Zum Glück gibt's ja - wenigstens in Wien - genügend davon.

Re: Trainer
Autor: cavaradossi (88.116.245.---)
Datum: 07. Februar 2012 12:27

Also, so seh ich das nicht!
Ein Verein ist sehr wohl ein Dienstleistungsbetrieb, der auf seine Kunden
(= Tänzer) schauen muss. Tut er das nicht, werden sie ausbleiben.
Diese Grundeinstellung führt wahrscheinlich dazu, dass Tanzen immer nur eine
Randsportart bleiben wird !

Überaupt Nonsens ist diese Aussage, was Trainer betrifft. Ein Trainer ist auf alle Fälle jemand, der für seine Tätigkeit bezahlt wird, und das Tanzpaar ist der Kunde. Was für den Kunden Priorität hat, ( Erfolg oder Spass) sollte auch dem Trainer das Wichtigste sein, wenn er seinen Kunden behalten will.

Re: Trainer
Autor: Vereinsler (62.218.64.---)
Datum: 08. Februar 2012 07:47

@ cavaradossi

Du vergisst auch Tänzer sind Mitglieder in einem Tanzsportclub. Also haben auch Tänzer diesem Club gegenüber Verpflichtungen. Klar ist, dass einer der viel Zeit mit Trainieren und an Wochenenden mit dem Tanzen von Turnieren beschäftigt ist sich nicht auch noch um organisatorisches kümmern sollte, doch es gibt auch Clubs die nicht über eine alt eingesessene Funktionärsriege verfügen. Hier haben natürlich auch die Tänzer was zu tun. Aber einfach zu sagen, die haben für mich zu arbeiten ist etwas überheblich! Sprich du als Tänzer bist keineswegs Kunde im Club, da müsstest du schon in eine Tanzschule gehen!

Das ist aber hier nicht das Thema hier geht es um Trainer und auch dazu muss ich dir sagen, dass die meisten österreichischen Trainer dies nicht hauptberuflich machen und sich daher nicht umbedingt um jedes Paar streiten. Klar zahlst du für die Trainerstunde, doch auch ein Trainer kann von seinem Paar verlangen, dass es sich entsprechend verhalten und trainieren muss. Wenn du ständig auf kontra zu deinem Trainer gehst wird er sich vielleicht auch irgendwann mal überlegen ob es noch sinn hat dir stunden zu geben.

So und jetzt noch das Thema exakt treffend:
Du kannst ja, wie das auch einige machen, bei Gott und der Welt politische Stunden nehmen, weil du glaubst, dass du dann mehr Marks bekommst.... smiling smiley)
Ich, für meinen Teil, habe immer mit meinem Clubtrainer gearbeitet und eine Linie verfolgt. Ich denke für mich war dies die richtige Entscheidung.

Re: Trainer
Autor: ... (188.22.55.---)
Datum: 08. Februar 2012 08:59

Hmm, dann nenn mir einmal einen Tanzsportclub in Österreich, der ausschließlich als Profit-Maximierungsbetrieb - wie eine durchschnittliche Tanzschule z.B. - geführt wird. Also ich kenne keinen davon. Hinter quasi jedem Club stehen engagierte Leute (oft gleichzeitig die Clubtrainer natürlich), die nicht reich werden, die den Tanzsportclub oft als Hobby und neben einer Berufstätigkeit führen.

Clubs sind als Vereine geführt, nicht als Unternehmen. Das sagt, glaube ich, schon alles darüber aus, wie man sie verstehen muss. In einem Verein ist man Mitglied, und Mitglied zu sein, heißt auch, zu geben. Und das ist im Idealfall nicht nur Geld.

Natürlich kann man auch mit einer "Und-hinter-mir-die-Sintflut"-Einstellung an den Tanzsport herangehen. Ich persönlich würde damit aber wohl nicht glücklich werden.

Dass Trainer an sich Dienstleister sind, stimmt schon. Aber auch da sollte man unterscheiden: Der typische Heimtrainer ist mehr als das. Im Idealfall Freund. Nicht selten fährt so ein Trainer auch zu Turnieren mit, um seine Paare vor Ort zu unterstützen oder zumindest auch einmal live in einem Turnier zu sehen. Und werden sie dafür bezahlt? Etc.

Anders verhält es sich natürlich mit "auswärtigen" Trainern, die man "einfliegen" lässt. Die kommen für einen Tag, geben 10 Einzelstunden und sind dann wieder weg. Das sind auch für mich klassische Dienstleister.

In einem funktionierenden Clubgefüge sollte man die Trainer aber nicht auf ihre (bezahlte) Arbeit in den Einzel- bzw. Gruppenstunden reduzieren. Ein typischer Heimtrainer ist weit über dieses Maß hinaus für seinen Verein und seine Paare da. Wenn man dann meint, nur herausnehmen zu müssen, dann ist nicht der Verein zu schlecht, sondern man selbst nicht gut genug für diesen Verein.

Einmal abgesehen davon, dass es natürlich trotzdem nicht funktionieren kann in einem bestimmten Verein.


Re: Trainer
Autor: (91.113.94.---)
Datum: 08. Februar 2012 09:11

cavaradossi schrieb:
-------------------------------------------------------
> Also, so seh ich das nicht! [...]

Beim Trainer: klar (wobei auch gar nicht jeder Trainer auch jedes Paar behalten MÖCHTE, wenn dessen innere Einstellung nicht zum eigenen Bild passt).

Beim Verein: tja. Wenn den ALLE Mitglieder als Dienstleistungsbetrieb sehen, dann geht er über kurz oder lang vor die Hunde. Man kann also nur hoffen, dass sich auch noch ein paar finden, die das anders sehen, ohne sich dabei ausgenützt zu fühlen.

> Ein Verein ist sehr wohl ein Dienstleistungsbetrieb,
> der auf seine Kunden (= Tänzer) schauen muss.

Und was hat er dann davon, der Verein? Wer ist das überhaupt, der Verein?

Re: Trainer
Autor: Infusi (62.178.99.---)
Datum: 11. Februar 2012 12:17

1.) Die Chemie und das Vertrauen zu deinem Trainer muss passen.
2.) Fühl dich gefordert aber nicht überfordert, jede gestresste Stunde ist eine verlorene.
3.) Mit der Zeit kommst du drauf, welcher Trainer für dich der richtige ist, es gibt Lebensabschnittspartner und auch Lebensabschnittstrainer.
4.) Selbst trainieren und selbstkritisch zu sein, nimmt dir auch der Weltmeister nicht ab, auch er kann dich nur anleiten, arbeiten musst du schon selbst, vorallem such bei schlechten Ergebnissen erst einmal die Ursache bei dir und nicht beim Trainer, kein Trainer auch nicht der unerfahrenste wird dir absichtlich falsche Informationen geben, oft versteht man die Info falsch oder setzt sie falsch um.
5.) Wir persönlich halten uns aus allen politischen und vereininternen Intrigen und Quärelen raus, denn Tanzen ist für den Großteil nur ein Hobby und das soll auch Spaß machen. Wie wenige werden Profis und schaffen es an die Weltspitze. Also ist es für uns die Mischung aus Ehrgeiz und dem Bewusstsein, das wir totzdem nur ein Paar in dem großen Tanzzirkus sind - aber mit Spaß an dem was wir tun.
6.) Heimtrainer sind keine "Dienstleister"! Da Geld, da Ware? Ein Trainer ist eine Vertrauensperson, die sich tänzerisch und menschlich engagiert und nicht der Installateur, der meine kaputte Wasserleitung repariert.
7.) Clubwechsel, kommt mir vor wie bei einer Scheidung, meistens kommt nichts besseres nach. Bei trendigen Trainer Stunden zu nehmen ist für eine kontinuierliche Entwicklung auch nicht immer gut, denn einmal muss ein Italiener, dann ein Engländer und dann ein Russe sein? Wie findest du da deine eigene Linie?
Du kommst nur weiter, wenn du an dir trainierst und versuchst den Input des Trainers so gut als möglich umzusetzen.

Re: Trainer
Autor: ... (194.166.11.---)
Datum: 12. Februar 2012 20:15

Insgesamt: Lieber wenige Trainer, dafür die passend und mit denen eine intensivere Zusammenarbeit. Bei 10 verschiedenen Trainern Stunden zu nehmen bringt meiner Meinung nach überhaupt nix, außer, dass man irgendwann verwirrt ist.

Re: Trainer
Autor: freedancer (213.150.1.---)
Datum: 13. Februar 2012 12:16

ad Dienstleistungsbetrieb bzw. Pflichten:
Natürlich hat ein Vereinsmitglied auch Pflichten.
Die Pflicht eines aktiven Vereinsmitgliedes (Tänzers) ist es, zu trainieren und Erfolge für den Verein zu ertanzen.
Aber es ist sicher nicht die Pflicht eines "normalen" Mitgliedes, organisatorische Belange zu erledigen.
Dafür sollte prinzipiell das Präsidium da sein.


ad Trainer:
Da kann ich nur voll und ganz zustimmen. Besser weniger.
Am Anfang max. 2 (1 Männlein u. 1 Weiblein)
Im weiteren Verlauf (je nach Level) kann man zeitweise weitere außenstehende Trainer hinzuziehen. (Thema Betriebsblindheit)
Das Problem dabei ist nur:
Man verändert sich. Irgendwann passt es halt nicht mehr so.
Dann muß man sich verändern und auf die Suche nach einem anderen Trainer gehen.
Und während dieser Suche kann es schon sein, pass man bei 5-6 Trainern Stunden nimmt.
Diese Zeit sollte aber kurz gehalten werden und man sollte sich dann wieder auf 1-2 festlegen.

freedancer

Re: Trainer
Autor: Dienstleister (178.191.48.---)
Datum: 13. Februar 2012 15:53

Heimtrainer (Vereinstrainer) als Dienstleister? Ein Vereinstrainer ist meist mit mehr beschäftigt als nur dem Unterricht. Wenn Ihr wollt könnt Ihr das Eurem Trainer so verklickern (dass er Dienstleister ist), jedoch wundert Euch nicht, wenn die Betreuung dann eben Dienstleistungsmäßig ist.
Vom Heimtrainer wird erwartet, dass er sich einsetzt (nicht nur unterrichtet) und dass der Tänzer/In Ihm vertrauen kann. Im Gegenzug sollte man bedenken, dass Vertrauen immer aus einem Plus- und einem Minuspol bestehen sollte. Also nur nehmen und nicht geben ist nicht unbedingt der richtige Ansatz. Vertrauen kann man NICHT MIT GELD KAUFEN!
Etwas anders ist dies mit Gasttrainern, da diese nur zum Unterricht erscheinen, aber keinerlei Verantwortung übernehmen – und sehr oft Baustellen hinterlassen, die vom Heimtrainer weiter bearbeitet werden müssen.
Fordern – oder überfordern. So einfach kann man das nicht übers Knie brechen. Jedes Paar und jede Person ist verschieden. Manche müssen unter Stress gesetzt werden, damit etwas weitergeht, andere wiederum nicht.
Tanzsport als Hobby – 9…% der Tanzsportler sind Hobbysportler. Wenige werden die innere Kraft und die notwendige Arbeitsweise erlangen um tatsächlich an die Spitze zu kommen. Das ist natürlich o.k. Jedoch soll auch der Hobbysportler etwas „lernen“. Und die Latte soll vom Trainer mal hoch angesetzt werden – ob man dorthin kommt ist immer noch fraglich. Liegt die Latte immer niedrig, wird die Leistung und das Können wenig bis kaum gesteigert.
Wahl der Trainer: Für den größten Teil der Tänzer/Innen reicht der Heimtrainer oder Inlandstrainer allemal. Ist natürlich interessant sich andere Aspekte holen zu wollen. Jedoch wurden die Grundlegenden meist sowieso noch nicht verstanden und umgesetzt. Die neuen Aspekte wirken dann genauso wenig verbessernd. Da keine Aspekte, sondern rein ein anderer Ansatz, der auf dem gleichen Grundschema basiert.
Die Wohlfühl- oder Kuschelstunde: Da gibt es Trainer die sehr gerne so arbeiten – sehr gut – diesen sollte man wählen um ein ruhiges angenehmes Tänzerleben zu führen und immer den Spaß im Vordergrund haben. Einfach mehr präsentieren und mehr die Arme hochnehmen, mehr abdrücken, weniger abdrücken und lächeln und ein wenig mehr drehen... im Gesicht den Tanz mitleben, musikalisch sein, usw. usw.
Dann gibt es einige HardcoreTrainer, die sich auf Erzeugung von Bewegungsablauf , Grundtechnisches Verständnis, Verwendung der körperlichen Ressourcen, usw. spezialisierten und viel Erfahrung in der Arbeit mit Tänzern/Innen (vom Anfänger bis zum obersten Leistungslevel) haben. Meist sind das auch Leute die selbst National an der Spitze standen und International ein hohes Leistungsniveau erreichten. Die wissen aus eigener Erfahrung – was braucht der Tänzer/In um an die Spitze zu kommen und führen das Tanzpaar auch diesen Weg. Das Szenario wählt man, wenn man Tänzer/In werden möchte.
Es gibt noch wesentlich mehr Aspekte, damit kann man ein Buch füllen. Jedenfalls ist der Weg vom Hobbysportler – zum Tänzer mit Qualitativ guter Leistung nicht einfach. Viel Eigenmotivation, Zielstrebigkeit und (gegenseitiges) Vertrauen in die Zusammenarbeit mit dem Trainer sind dafür notwendig. Ein verantwortungsvoller und erfahrener Trainer arbeitet planvoll und setzt immer wieder neue Maßnahmen zur Verbesserung. Fortschritt in Stufen. Das Überspringen geht meist nicht.
Für begleitende Maßnahmen z.b. allgemeine körperliche Ausbildung, mental Coaching usw. sollte man auch die entsprechenden Spezialisten heranziehen. Meist sind die aber mehr als doppelt so teuer, als der Vereinstrainer.

Re: Trainer
Autor: freedancer (85.124.211.---)
Datum: 14. Februar 2012 00:15

Man darf nicht verschiedene Dinge vermischen:

Der Heimtrainer ist nicht ein Trainer im herkömlichen Sinn.
Der Heimtrainer od. besser Haupttrainer ist mehr Coach.
Der Coach erbringt eine andere Dienstleistung als ein normaler Trainer.

Die Bezahlung einer Dienstleistung erfolgt nicht immer mit Geld.

freedancer

Re: Trainer
Autor: Ergänzung (80.123.31.---)
Datum: 14. Februar 2012 08:19

Als kleine Ergänzung sei noch erwähnt:
Man muss als Trainer weder bitterböse noch superstreng sein, damit beim Paar etwas weitergeht. Wenn es das Paar nicht selbst schafft, sich zu motivieren und die Vorgaben des Trainers umzusetzen, dann mag es zwar kurzzeitig helfen, dass ein Trainer viel verlangt. Aber auf lange Sicht ist das sinnlos.

Ich bin auch kein Fan von "Kuschelstunden", aber zumindest sollte ein Trainer alle Regeln von Anstand und Dienstleistungsgedanken berücksichtigen. Und: Gerade ein "auswärtiger" Trainer kennt die Trainingseinstellung eines Paares nicht und weiß nicht, wie ein Paar am besten "angegriffen" werden muss - also streng, nicht so streng, mit einem regelmäßigen Tritt in den Allerwertesten oder eben nicht.

Und da sollte es selbstverständlich sein, dass man die "Light-Variante" wählt. Ich hatte schon öfters das Problem, fast 100 Euro dafür zu zahlen, mich beleidigen zu lassen. Sorry, aber DAS verstehe ich nicht unter "Dienstleistung". Es gibt leider einige Trainer, die meinen, sie müssten sich aufführen, als wären sie auf dem Fußballplatz und nicht im Tanzsaal...

Re: Trainer
Autor: ... (62.218.64.---)
Datum: 14. Februar 2012 12:37

Und ich habe schon einige male fast €100 gezahlt um danach mit einem neuen Programm da zu stehen, von dem weder wir noch unsere Trainer überzeugt waren.
--> lasst euch nicht die Programme umstellen nur weil es für den auswertigen Trainer leichter ist das zu tun, als eine Sinnvolle info her zu geben.

Re: Trainer
Autor: xnxx (193.138.0.---)
Datum: 14. Februar 2012 14:28

gute Trainer sind oft gar nicht mal so talentierte Tänzer.... sondern harte Arbeiter....

Je mehr Fehler ein Trainer in seiner eigenen Karriere fabriziert hat, je schwerer er sich getan hat, desto mehr wird er Ursachen von Fehlern auf die schliche kommen.

Es gibt sicher auch talentierte Tänzer die gute Trainer sein können: aber je weniger selbstverständlich Bewegunsabläufe für Trainer in deren Tänzerkarriere waren desto mehr können sie diese zerlegen und erklären...

ein Paradebeispiel hierfür ist vermutlich Andi Kainz... der sich durch D und C Klasse geplagt hat - schlussendlich aber durch harte Arbeit seine Grundlagen erlernte und dadurch ein unglaubliches "Trainerwissen" erlangte...


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